Wer in Deutschland eine Unternehmenswebsite betreibt, kommt um zwei Seiten nicht herum: das Impressum und die Datenschutzerklärung. Viele kleine Unternehmen – besonders Gründer, die neu in Deutschland sind – vergessen sie oder kopieren eine unpassende Vorlage. Hier ein Überblick in einfacher Sprache.

Jede deutsche Firmenwebsite braucht zwei Pflichtseiten.
Hinweis: Dieser Artikel ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Für deinen konkreten Fall wende dich an eine Anwältin oder einen Anwalt oder nutze einen seriösen Rechtstexte-Generator.
Was ist ein Impressum?
Das Impressum zeigt, wer für die Website verantwortlich ist. Bei den meisten Unternehmen gehören dazu der vollständige Name des Inhabers oder der Firma, eine Postanschrift (kein reines Postfach), Kontaktdaten wie E-Mail und Telefon sowie – falls zutreffend – Registernummer, USt-IdNr. und berufsrechtliche Angaben.
Wo sollte es stehen?
Es sollte von jeder Seite aus leicht erreichbar sein, meist über einen Link „Impressum“ im Footer. Niemand sollte danach suchen müssen.
Wofür ist die Datenschutzerklärung?
Sie erklärt, welche personenbezogenen Daten deine Website erhebt und warum: Kontaktformulare, Statistik-Tools, Cookies, eingebettete Karten oder Videos, Newsletter. Nach der DSGVO haben Besucher ein Recht darauf, das zu erfahren.
Häufige Fehler
- Das Impressum einer anderen Firma kopieren und vergessen, Daten zu ändern.
- Eine Datenschutzerklärung, die die tatsächlich genutzten Tools nicht nennt.
- Google Maps, YouTube oder Schriften so einbinden, dass Daten vor der Einwilligung fließen.
- Kontaktformulare ohne kurzen Hinweis zur Datenverwendung.
- Rechtstexte nur auf Englisch auf einer deutschen Website – oder umgekehrt.
Weniger ist mehr
Je weniger Fremd-Tools deine Website lädt, desto kürzer und sicherer kann deine Datenschutzerklärung sein. Deshalb verlinken wir auf vielen Seiten Google Maps, statt die Karte einzubetten, und setzen auf schlanke, datensparsame Lösungen.
Teil einer professionellen Website
Rechtstexte gewinnen allein keine Kunden – fehlende können aber Vertrauen kosten und Ärger bringen. Sie gehören zu jedem Punkt unserer Website-Checkliste für kleine Unternehmen.
Zum Vergleich: So setzen wir es in unserem eigenen Impressum und unserer Datenschutzerklärung um. Die Rechtsgrundlage für das Impressum ist § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG), den vollständigen DSGVO-Text findest du auf dsgvo-gesetz.de.
Wenn wir eine Website im Rahmen unseres Webdesign-Service umsetzen, sorgen wir dafür, dass diese Seiten vorhanden und leicht zu finden sind. Fragen zu deiner aktuellen Seite? Frag uns – wir schauen gern drauf.
Prüf heute deine Pflichtseiten
Öffne deine Seite am Handy. Findest du das Impressum mit zwei Klicks? Stehen Name, Adresse und E-Mail darin? Ist der Datenschutz verlinkt? Wenn nicht, ändere das bald. Bei Rechtsfragen frag einen Anwalt. Ein Beispiel ist unser Impressum.
Kurz gesagt: Zwei Seiten müssen auf jede Website. Sie müssen leicht zu finden sein. Und sie müssen stimmen. Prüf das einmal im Jahr. Dann bist du auf der sicheren Seite.
Kurze Fragen und Antworten
Gilt das auch für kleine Firmen? Ja. Auch für Selbstständige und kleine Läden.
Reicht eine Vorlage? Für den Start oft ja. Lass sie aber prüfen, wenn du unsicher bist.
Was passiert, wenn es fehlt? Es kann Ärger geben, zum Beispiel eine Abmahnung. Das kostet Geld und Zeit.
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